Leistungsspektrum

Akupunktur

Was ist Akupunktur?
Die Akupunktur wurde in China bereits vor über 2000 Jahren (damals mit Knochensplittern) ausgeübt. Das erste medizinische Lehrbuch der menschlichen Geschichte ist das Akupunkturbuch des gelben Fürsten. Chinesische Ärzte fanden im Laufe der Jahrhunderte auf der Haut und auf den Ohren ca. 400 Punkte, die eine Verbindung zu der Funktion des Nervensystems, des Schmerzsystems und den Organen besitzen. Diese Punkte sind in Linien angeordnet, den sogenannten Meridianen. Die Methode ist durch die Jahrhunderte fester Bestandteil der asiatischen Medizin geblieben. Diese Medizin sieht Erkrankungen nicht rein wissenschaftlich und auf Laborwerte gestützt. Sie bezieht Einflüsse aus Natur, Seele und Klima mit ein.
Im 18. u. 19 Jahrhundert wurde Akupunktur außer in China besonders in Frankreich durchgeführt, sie erlebte besonders in Paris geradezu einen Boom. Durch das Erwachen der westlichen Medizin geriet sie dann aber in Vergessenheit.
In den siebziger Jahren erkrankte ein Begleiter von Präsident Nixon während eine Chinareise an einer akuten Blinddarmentzündung. Er wurde vor laufenden Kameras ohne Narkose, nur mit Akupunktur operiert. Dadurch wurde die Methode zuerst in den USA, dann überall auf der Welt wiederentdeckt und populär. Auch wenn die Akupunktur in der Schulmedizin immer noch umstritten ist, handelt es sich um die am häufigsten eingesetzte Alternativtherapie weltweit. Verschiedene deutsche Universitäten haben die Methode inzwischen in Ihren Lehrplan aufgenommen oder arbeiten wissenschaftlich daran.

Welche Erkrankungen können behandelt werden?
Die WHO empfiehlt Akupunktur unter anderem bei Kopf-, Gelenk-, Regel- und Rückenschmerzen, Fibromyalgie, allergischen Erkrankungen, Hauterkrankungen, Verdauungsstörungen, zur Unterstützung einer Gewichtsreduktion, Nikotinentwöhnung, Tinnitus.

Wie sieht so eine Behandlung aus?
Alles wird moderner: Die Punkte werden mit einem schmerzfreien elektronischen Suchgerät sicher geortet. Heute wird mit feinsten und hochsterilen Stahlnadeln gearbeitet. Pro Sitzung werden je nach Erkrankung bis zu 12 Nadeln gesetzt. Danach wird 10 Minuten entspannt gelegen oder gesessen.

Tut Akupunktur weh?
Die Nadeln wurden immer mehr verfeinert und sind inzwischen praktisch schmerzfrei.

Gibt es Nebenwirkungen?
Akupunktur gilt als nebenwirkungsfrei. In sehr seltenen Fällen können einmal kleine lokale Blutungen auftreten. Akupunktur sollte nicht bei Schwangeren, bei Opiattherapie und bei akuten Entzündungszuständen durchgeführt werden.

Wer bezahlt?
Seit 2007 ist die Akupunkturbehandlung für Rücken und Knieschmerzen (die länger als 6 Monate bestehen) eine Regelleistung. Das bedeutet, daß sie von allen gesetzlichen Krankenkassen bezahlt wird. Sie wird in der Regel von Orthopäden durchgeführt, bitte bei der Krankenkasse nachfragen oder im Internet suchen. Leider sind die formellen Auflagen und der Schreibaufwand pro Sitzung derart aufwändig, daß wir keine Akupunkturbehandlungen für die gesetzlichen Krankenkassen durchführen können.