Häufige Fragen

... zur Praxis

Ich spreche kein Deutsch, benötige ich einen Dolmetscher?
Ja, unbedingt! Bitte kümmern Sie sich darum. Wir sprechen nur Deutsch und schlechtes Englisch.

Ist die Praxis barrierefrei/behindertengerecht?
Rollstuhlpflichtige und stark übergewichtige PatientInnen (evtl. auch mit Rollatoren) sollten lieber eine andere Rheumapraxis auswählen. Denn unsere Praxis befindet sich im 5. Obergeschoss eines denkmalgeschützten Altbaus. Im Erdgeschoss befindet sich eine Treppe mit 12 Stufen. Dort ist ein Treppenlift installiert, der Schlüssel dafür ist in unserer Praxis deponiert. Der Zugang zum Fahrstuhl befindet sich dann im Zwischengeschoss. Er wurde (in den 60er Jahren) nachträglich in die Wendeltreppe eingebaut und ist daher sehr klein (ca. 0,9 x 1 m). Die meisten modernen Rollstühle sind dafür leider zu groß.

Macht Dr. Harten Hausbesuche?
Nein, Hausbesuche werden nicht durchgeführt.

Behandelt Dr. Harten Kinder und Jugendliche?
Nein, das Mindestalter muss 18 Jahre sein. Bitte wenden Sie sich an einen Kinder-/Jugendrheumatologen (z. B. Kinderklinik, UKSH, Campus Kiel).

... zu Terminen

Warum sind die Wartezeiten auf einen rheumatologischen Termin so lang?
Weil es viel zu wenig Rheumatologen gibt: in Schleswig-Holstein werden zur Mindestversorgung der Rheumapatienten ca. 56 niedergelassene internistische Rheumatologen benötigt. Zurzeit ist es gerade mal ein Drittel davon. Hinzu kommt, dass sehr viele PatientInnen zu Rheumatologen überwiesen werden, die zwar Schmerzen oder andere unklare Beschwerden haben, aber nicht Rheuma haben. PatientInnen mit begründetem Verdacht auf eine entzündlich rheumatologische Erkrankung müssen aber vorrangig behandelt werden, da hier Gelenk- und Organschäden drohen.

Wie bekomme ich einen Termin bei Dr. Harten oder einem anderen Rheumatologen in Schleswig-Holstein?
Informationen dazu finden Sie hier unter "Termine". Die Anmeldung erfolgt über dieses Formular (bitte von der Hausarztpraxis ausfüllen lassen):
> Anmeldebogen herunterladen

Welche PatientInnen bekommen schnelle Notfall - Termine?
Bei PatientInnen mit begründetem Verdacht auf akuten entzündlichen Rheumatismus drohen Gelenk- und Organschäden. Diese Erkrankungen sollten deswegen möglichst schnell diagnostiziert und behandelt werden. In der Regel sind wiederholt hohe Entzündungswerte und Gelenkentzündungen nachweisbar.

Warum muss für einen Termin dieser Anmelde-/Befund-/Überleitungsbogen durch den Hausarzt ausgefüllt und versandt werden?
Das Anmeldefax beruht auf der Rheumavereinbarung der Krankenkassen und der Kassenärztlichen Vereinigung vom 01. 07. 2018. Ziel ist es, Notfalltermine für PatientInnen mit dem begründetem Verdacht auf eine akute entzündlich rheumatische Erkrankung zu vergeben und unnötige Termine zu vermeiden. Der Anmeldebogen soll zur Verbesserung der Frühdiagnose und –therapie von Rheumatikern in Schleswig-Holstein beitragen.

Warum können Rheumapatienten aus anderen Bundesländern nicht angenommen werden?
In Schleswig – Holstein besteht eine derartige rheumatologische Unterversorgung, dass schon hier nicht alle Rheuma - PatientInnen versorgt werden können. Dr. Harten hat eine kassenärztliche Zulassung und damit einen Versorgungsauftrag für Kiel bzw. Schleswig-Holstein. Daher können wir leider keine Rheumatiker aus anderen Bundesländern versorgen.

Ich möchte eine zweite Meinung, bekomme ich einen Termin?
Ja, aber bitte planen Sie Wartezeit ein.

Ich habe Rheuma und möchte zu Dr. Harten wechseln, ist das möglich?
Leider nicht. Da wir unsere Restkapazitäten für bisher noch nicht diagnostizierte und therapierte Rheumatiker freihalten müssen, können keine bereits betreute und behandelte PatientInnen zu uns wechseln.

… zum ersten Termin

Kann ich die Wartezeit in der Praxis abkürzen?
Ja, indem sie bereits zu Hause diesen Erst-Check-Up Bogen ausfüllen und mitbringen:
> Herunterladen

… zu dem Fibromyalgie – Syndrom (FMS)

Ist Dr. Harten Spezialist für FMS?
Eine offizielle Bezeichnung „Fibromyalgie - Spezialist“ gibt es nicht. Dr. Harten hat sich intensiv mit Fibromyalgie beschäftigt (Vorträge, Publikationen, Workshops, TV-Beiträge). Das Ziel war, die Erkrankung bekannter zu machen und damit die frühe Diagnose zu fördern, um die übliche und quälende Ärzte - Odyssee der FMS - Patientinnen abzukürzen. Durch diese Aktivitäten entstand bei vielen PatientInnen und Ärzten der Eindruck, er sei FMS - Spezialist.

Behandelt und betreut Dr. Harten FMS - PatientInnen?
Nein, seit 2010 nicht mehr. Unsere vorrangige Aufgabe ist es, PatientInnen mit entzündlich – rheumatologischen Erkrankungen zu diagnostizieren und zu behandeln (s.o.). Daher behandelt und betreut Dr. Harten weder gesetzlich noch privat versicherte oder selbstzahlende FMS - PatienInnen.

Wie läuft die Abklärung auf Fibromyalgie – Syndrom ab?
Durch die neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse und die daraus folgende Überarbeitung der diagnostischen Kriterien wurde die Abklärung auf Fibromyalgie erheblich vereinfacht und abgekürzt. Bei dem ersten Termin wird die Anamnese erhoben, es folgt eine körperliche Untersuchung und eine Blutentnahme mit detaillierter Laboranalyse. Der zweite Termin folgt dann nach 1 - 3 Wochen per Telefon. Die Kosten erstatten die Krankenversicherungen. Danach bekommen Sie ein schriftlichen Befundbericht mit Diagnosestellung, Laborwerten und Therapieempfehlungen zugestellt. Da die Krankenkassen die Kosten hierfür nicht erstatten, übernehmen wir das (vielleicht machen Sie bei dem ersten Termin eine kleine Spende für die Kaffeekasse).

Diagnostiziert Dr. Harten FMS?

Selbstverständlich.

… zur Borreliose

Ist Dr. Harten Borreliose - Spezialist?
Eine offizielle Bezeichnung „Borreliose - Spezialist“ gibt es nicht. Die Diagnose und Therapie einer Borrelien – Infektion führt in der Regel der Hausarzt durch.

… zur Gicht

Ist Dr. Harten Gicht - Spezialist?
Eine offizielle Bezeichnung „Gicht - Spezialist“ gibt es nicht. Die Diagnose und Therapie einer Gicht bzw. von Gichtattacken führt in der Regel der Hausarzt durch.

… zu Rheuma

Warum kann man Rheuma nicht mit einfachen Schmerzmitteln behandeln?
Entzündliches Rheuma kann Gelenke und Organ zerstören und steigert das Risiko für Herzinfarkte, Schlaganfälle und Krebs. Damit diese Risiken nicht entstehen, zielt die moderne Rheumatherapie nicht primär auf die Hemmung von Schmerzen sondern auf die Hemmung der Entzündung.

Ich habe ein Fibromyalgie Syndrom und Verschleiss in einigen Gelenken und in der Wirbelsäule. Jetzt ist entzündliches Rheuma dazugekommen. Wenn das behandelt wird, werde ich dann schmerzfrei?
Leider nicht, die Rheumatherapie kann nur die Schmerzen, die durch die rheumatische Entzündung entstehen, behandeln.

Gibt es alternative Heilmethoden bei entzündlichem Rheuma?
Bei entzündlich rheumatologischen Erkrankungen drohen Gelenk – und Organschäden. Natur-, Ernährungs- und alternativmedizinische Ansätze können begleitend hilfreich sein, sie können die übliche Therapie jedoch nicht ersetzen.

Was sind Biologika bzw. Biosimilars?
Als „Biologika“ werden biotechnologisch hergestellte Medikamente bezeichnet, die sehr genau und spezifisch in die rheumatischen Entzündungsvorgänge eingreifen. Sie waren ab ca. 1999 verfügbar, ständig kommen neue Substanzen dazu. Sie sind hochwirksam, können aber auch Nebenwirkungen erzeugen, man sollte sich nicht durch den Begriff „Biologika“ täuschen lassen. Sie werden üblicherweise bei Rheumatikern erst dann eingesetzt, wenn die herkömmlichen Medikamente versagen.

Durch die hohen Kosten (ca. 20.000 Euro pro Patient und Jahr) führten sie weltweit zu einer katastrophalen Kostenexplosion. Viele EU - Länder können sich diese Medikamente nicht leisten. Da endlich die Patente auslaufen, kommen zunehmend Nachbauten („Biosimilars“) auf den Markt. Die Biosimilars ersetzen weltweit die ursprünglichen Biologika, da sie genau so gut wirken aber etwas preisgünstiger sind (ca. 14.000 Euro pro Patient pro Jahr). Durch die Einsparungen können mehr Patienten mit diesen Medikamenten behandelt werden. Biosimilars und Biologika ersetzen übrigens in den meisten Fällen nicht das klassische Rheumamittel Methotrexat (MTX). Sondern sie werden meist mit MTX kombiniert, da sie dann besser und länger wirken.

Sollen Rheumatiker geimpft werden?
Ja, alle Fachgesellschaften und Experten sind sich weltweit einig: PatientInnen mit rheumatischen Erkrankungen sollten bitte alle empfohlenen Impfungen durchführen lassen. AUSNAHME: Lebendimpfungen wie z. B. Gelbfieber sind kontraindiziert

… zu Pontus Harten

Wo komme ich?
Ich bin in Kiel aufgewachsen, zur Schule gegangen, habe studiert, Nebenjobs gemacht, bin Taxi gefahren, habe als Nachtwache und Pfleger gearbeitet, Praktika und Ausbildung absolviert, in der Uniklinik bzw. im Städtischen Krankenhaus gearbeitet und habe mich dann in 2001 im Sophienblatt als internistischer Rheumatologe niedergelassen.