Rheumatoide Arthritis
Die rheumatoide Arthritis (Abkürzung RA; früher „Chronische Polyarthritis“ genannt) ist die Erkrankung, die von vielen Menschen als „das Rheuma“ bezeichnet wird.
Diese Erkrankung war früher sehr gefürchtet, weil sie die Gelenke zerstört und Menschen langsam in den Rollstuhl zwingen kann. Wenn man sie nicht ausreichend behandelt, steigt durch die ständigen Entzündungen außerdem das Herzinfarkt- und Krebsrisiko.
Man weiß also inzwischen, daß man bei der RA nicht lange warten darf.
Schmerzmittel und Kortison alleine können die RA nur lindern, nicht aber deren Zerstörungskraft aufhalten.
Glücklicherweise gibt es viele neue Erkenntnisse und Medikamente zur Früherkennung und Frühtherapie.
Es gibt kaum noch Patienten, bei denen man die RA nicht gut eingestellt bekommt. Die Patienten müssen allerdings wie bei hohem Blutdruck oder bei Asthma über Jahre Medikamente („Basistherapie“) einnehmen. Das am besten verträgliche und wirksame heißt Methotrexat. Man kann es schlucken oder sich selbst in das Bauchfett spritzen. Kortison wird meist nur anfangs und bei Schüben gegeben, um die gefürchteten Nebenwirkungen zu verhindern.